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Joy!

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Kurzspielfilm von Luis Schubert und Vera Herr | Deutschland 2025 | 7 Minuten | FSK LEHR


Joy, eine junge Erwachsene, trägt etwas Schweres mit sich herum, das sie tief belastet. Auf der Geburtstagsfeier ihres besten Freundes Aron ergreift sie in die freudig-entspannte Stimmung hinein das Wort. Joy enthüllt das „kleine Geheimnis“ zwischen ihr und Aron: Er hat sie sexuell belästigt und anschließend vergewaltigt. Inmitten von betretenem Schweigen, das sich in aufgeregtes Stimmengewirr verwandelt, streitet Aron die Tat ab. Als ein als Polizist verkleideter Stripper den Raum betritt und für Aron einen „Lapdance“1 hinlegt, bekommt dieser plötzlich für einen Moment lang am eigenen Körper zu spüren, wie sich Übergriffigkeit anfühlt. Arons Verhalten schlägt endgültig in Aggressivität um und die Situation endet schließlich in einem Schrei von Joy.

Der Kurzfilm JOY ist das Gegenteil von seinem englischsprachigen Titel (dt.: Freude) – doch genau das ist sein Ziel. Er greift dort an, wo es wehtut, und lässt die Zuschauenden Joys Schmerz und Verzweiflung nachempfinden. Gleichzeitig porträtiert er ihren unglaublichen Mut, öffentlich über dieses Tabuthema zu sprechen und sich als Betroffene zu outen. Als Zuschauende sind wir mit der harten Realität konfrontiert, denn der Film beschönigt nichts.

Vielmehr fängt er tiefgehende patriarchale Strukturen ein und zeigt auf, womit Opfer sexualisierter Gewalt konfrontiert sind – Unglaube, „Victim Blaming“ (Täter-Opfer- Umkehrung), Täterschutz, männlichem Zusammenhalt, Aggressivität und vor allem: betretenem Schweigen. Joys Schrei am Ende ist machtvoll und spricht Bände. Der Film zeigt eine schmerzhafte, ergreifende Wirklichkeit auf, mit der sich viele Menschen, insbesondere Mädchen und Frauen, identifizieren können.

Schlagwörter

Consent, sexueller Übergriff, Vergewaltigung, Mut, Schweigen, für sich selbst einstehen, Aggressivität, toxische Männlichkeit, Täterschutz, Victim Blaming, Täter-Opfer-Umkehrung, Schuldzuweisung, Freundschaft, Unterstützung, Hoffnung geben, eigene Stimme finden, Belastung, sexuelle Gewalt, für sich selbst einstehen, Scham, Angst, Anzweifeln, Konfrontation, (Auf)Schrei

Eignung

ab 15 Jahren, ab 9. Klasse, Sek I & II, außerschulische Bildungsarbeit

Fächerbezug

Ethik/Werte und Normen, Religionslehre, Deutsch, Englisch, Psychologie, Sozialkunde, Gemeinschaftskunde

Film „Joy“ in 2 Kapiteln, 10 Szenenbilder, Vorwort, Filminfos, Triggerwarnung, Didaktisch-methodische Tipps, 4 Infoblätter, 4 Arbeitsblätter, 2 Lernmodule LERNEN interaktiv (je 3 Aufgaben), Medien- und Linktipps

Artikelnummer: AR03542-001
Eignung: ab 15 Jahren, ab 9. Klasse, Sek I & II, außerschulische Bildungsarbeit
Sprachen: Deutsch
Onlinesignaturnummer: 55510713
Mit edukativem Arbeitsmaterial von: Theresa Moßbacher
Fächerbezug: Ethik/Werte und Normen, Religionslehre, Deutsch, Englisch, Psychologie, Sozialkunde, Gemeinschaftskunde

01 Ja, mir auch, hast du gesagt [00.00 – 04:10]
02 Bin ich jetzt hier’n scheiß Monster, oder was [04:10 – 06:59]